Unsere Qualitätspolitik

Es erscheint uns wichtig, zu definieren, was wir durch unsere Qualitätspolitik zum Ausdruck bringen wollen.

  • Unsere Patienten stehen im Mittelpunkt. Jeder Patient muss sich auf uns und die Qualität unserer Arbeit verlassen können.
  • Jeder Mitarbeiter in der Einrichtung ist für die Planung, Ausführung und Prüfung seiner Arbeit und damit für die von ihm geleistete Qualität verantwortlich. Die Pflegedienstleistung trägt die Gesamtverantwortung für alle Tätigkeiten in der Pflege.
  • Wir gehen verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Ressourcen (Geld, Zeit, Material) um.
  • Gute Teamarbeit, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln, sind für unsere Mitarbeiter wichtig.
  • Wir arbeiten partnerschaftlich mit den anderen Bereichen der Einrichtung (Verwaltung, Geschäftsleitung) und mit Kooperationspartnern zusammen. Die Qualität unserer internen und externen Kunden ist uns ein großes Anliegen.
  • Ein Qualitätsmanagementsystem soll eingeführt werden und soll ständigen Verbesserungen unterliegen. Wir wollen uns dabei realistische Ziele setzen und überprüfen den Grad der Erreichung.
  • Wir unterhalten gute Beziehungen zum Gemeinwesen, in dem unsere Einrichtung steht sowie zu den Angehörigen unserer Patienten.

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Transparenzbericht (aktueller Transparenzbericht)

Unsere Qualitätsziele

Wie können unsere Qualitätsziele dauerhaft gesichert werden?

Der Beginn der Qualitätsdiskussion innerhalb der Pflege ließ bei den Beteiligten oftmals große Zweifel aufkommen. Lange Jahre hat man sich auf pflegerische Sachthemen konzentriert und darüber oftmals die konzeptionellen Entwicklungen vernachlässigt.
Qualitäten wurden eher unbewusst und ohne umfassende Koordination von Pflegemitarbeitern geschaffen und in der täglichen Praxis umgesetzt. Die Einführung und die zwingenden Verbindlichkeiten des SGB XI zwingen die Pflege, das erste Mal ihr tägliches Arbeiten zu überdenken und tragfähige Grundlagen für die Zukunft zu schaffen.

Diese relativ neuen Anforderungen an die Berufsgruppe der Pflegenden bedeutet jedoch auch eine Reihe nicht zu unterschätzender Probleme für den Alltag. Sehr schnell müssen heute die betriebswirtschaftlichen Grundlagen für den Fortbestand der Einrichtung geschaffen werden, neue gesetzliche Rahmenbedingungen erfüllt oder die Wandlung des “alten” Patienten hin zum zahlenden Kunden einer sehr spezifischen Dienstleistung erkannt werden. Um den zukünftigen Anforderungen gewachsen zu sein, bedarf es entsprechender Hilfsmittel und Strategien.

Das wesentliche Instrument der Zukunft stellt das moderne Qualitätsmanagement dar. Zwar lassen sich dessen Grundlagen nicht punktgenau auf die sehr spezifische Dienstleistung Pflege übertragen, da gerade hier bestenfalls ähnliche Dienstleistungen als Vergleichsmaßstab angeführt werden können, dienen aber als Basis für die Schaffung eines “pflegerischen Qualitätsmanagements”. Nachdem Klarheit über bestehende Qualitäten geschaffen wurde bzw. neue Qualitäten geschaffen wurden, stellt sich automatisch die Frage nach der Sicherung und dem Ausbau dieser Basis.

Folgende Überlegung muss dem zunächst zugrunde gelegt werden:

Qualitätsentwicklungen und Qualitätsausbau stellen niemals eine Einbahnstraße dar. Vielmehr handelt es sich hierbei um Prozesse, die, einmal in Gang gesetzt, zu ständigen Verbesserungen führen werden. Wesentlicher Grundsatz muss sein:

“Der Weg ist das Ziel”

Pflegerisches strategisches Management bedarf verschiedener Steuerungsmittel, um das Erreichte zu sichern und Geplantem die entsprechenden Grundlagen zu ermöglichen:
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1. Schriftliche Standards in den Bereichen der Strukturen und der Pflegequalität in einem Handbuch zusammenfassen

Hat man in den Bereichen der Struktur-, der Prozess- und der Ergebnisqualität seine standardisierten Vorgaben schriftlich fixiert und vor allem übersichtlich organisiert, so empfiehlt sich die Erstellung eines eigenen “Qualitätshandbuches”. Dieses Qualitätshandbuch muss fester Bestandteil des Alltags der Einrichtung werden.
Unsere Einrichtung verwendet bereits standardisierte Vorgaben in den Bereichen der Struktur-, der Prozess- und der Ergebnisqualität, u.a. in diesem Organisationshandbuch, doch besteht Klarheit darüber, dass diese im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems ausgebaut werden müssen.

2. Personalentwicklung und Fortbildung

Konsequente Mitarbeiterentwicklung und Fortbildung innerhalb der Pflege stellen eine primäre Leistungsaufgabe dar. Nur gut ausgebildete und entsprechend fortgebildete Mitarbeiter sind dazu in der Lage, die Einrichtung bei den Herausforderungen der Zukunft zu unterstützen. Hochmotivierte Mitarbeiter in der Pflege stellen das größte Kapital der Einrichtung dar. Mitarbeiterentwicklung ist ein jahrelanger Prozess, der höchste Ansprüche an die Leistungskräfte unserer Einrichtung stellt. Mitarbeiterentwicklung und Fortbildung sind zwingend mit entsprechenden Investitionen der Einrichtung verbunden.
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3. Qualität durch Teamarbeit und Mitarbeiterbeteiligung

Die Ablauforganisation unserer Einrichtung erfolgt in Form von Teams. Gemessen an der Anzahl von Mitarbeitern, Patienten und Touren sind gegenwärtig drei Teams gebildet. Jedes Team verfügt über die entsprechende Selbstständigkeit, um Probleme zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten und die gesetzten Ziele erreichen zu können. Starre Vorgaben der Pflegedienstleistung und der Geschäftsführung gibt es allenfalls, wenn die Organisationspolitik, das Pflegeleitbild oder gesetzliche Rahmenbedingungen etwas anderes bestimmen. Unter einem kollegialen-kooperativen Führungsstil wird erreicht, dass jeder Mitarbeiter dieser Einrichtung in die entsprechenden Entscheidungsprozesse eingebunden wird. Es ist positiv zu bewerten, dass die Leistungsebene zunehmend Aufgaben delegiert, um dem einzelnen Mitarbeiter das Gefühl zu vermitteln, an Entscheidungsfindungen beteiligt zu werden.

4. Analyse von Arbeitsprozessen

Die individuelle Anpassung der Pflegetätigkeiten auf die Bedürfnisse der Patienten hin bedeutet auch die oftmals grundlegende Änderung bestehender Arbeitsprozesse. Was sich zunächst wie eine sehr einfach zu lösende Problematik anhören mag, stellt in der Regel höchste Anforderungen an alle Beteiligten. Änderungen von Arbeitsprozessen bedeuten einen grundlegenden Wandel im Arbeitsalltag der Mitarbeiter, im Alltag der Patienten und in der Repräsentation der Dienstleistung nach außen.
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5. Einsatz moderner Hilfsmittel

Auch wenn der Bereich der Elektronischen Datenverarbeitung mit hohen Kosten für die Einrichtung verbunden ist – auch hier finden sich grundlegende Möglichkeiten zur Qualitätssicherung und Kontrolle.
EDV im Verwaltungsbereich unserer Einrichtung ist bereits heute unverzichtbar. Die Entwicklungen im pflegerischen Bereich lassen bereits erahnen, dass in den Bereichen Pflegeplanung, Leistungserfassung, Pflegestandards, Pflegedokumentation, Pflegeverlauf, Dienst- und Urlaubsplanung oder statistische Auswertungen der Einstieg in diese Materie unumgänglich werden wird und in vielen Bereichen auch schon umgesetzt ist.

6. Externe Beratung

Die Vielzahl der Aufgaben des pflegerischen Qualitätsmanagements erfordert unter Umständen qualifizierte und externe Beratung. Oftmals lassen sich nur so Schwachstellen in Betriebsabläufen oder in der Organisation der Einrichtung herausfinden. Es ist somit mittelfristig geplant, dass die Einrichtung ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen wird.

7. Kontrollen

Modernes “Pflegecontrolling” gibt allen Beteiligten Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit. Neben der Durchführung von Pflegevisiten stellen Kontrollen aller Art durch Leitungskräfte einen positiven Faktor des Qualitätsgeschehens dar.
Gerade das professionelle Erstellen von Konzepten und Qualitätssystemen birgt oftmals die große Gefahr, dass hierüber die wesentlichen Inhalte und Aussagen der Kerndienstleistung Pflege außer acht gelassen werden.
Diese Inhalte aber müssen letztendlich das Ziel eines strukturierten Management-Systems im Bereich der Pflege-Dienstleistungen sein.
Wesentlich hierbei ist also die Erkenntnis, dass alle Qualitätsmaßnahmen die Pflege nicht belasten, sondern nur verbessern und zum Wohle aller Betroffenen (der Patienten und der Pflegenden) begleiten.
Somit behält die These: “Pflegen mit Herz und verstand” auch weiterhin ihre Gültigkeit!
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